Im ersten Schritt werden die bestehenden Wärmeverbräuche, die heutige Versorgungsstruktur sowie die lokalen erneuerbaren Energiepotenziale analysiert. Penzberg bietet hierfür besonders gute Voraussetzungen: Neben den großen Gewerbestandorten im Nonnenwald sowie in den Gewerbegebieten Seeshaupter Straße und Auf der Grube verfügt die Stadt über zahlreiche Großverbraucher und eine vielfältige Gebäudestruktur – von Einfamilienhausgebieten in den Randbereichen bis hin zu dichter bebauten Quartieren mit Mehrfamilienhäusern im Stadtzentrum.
Ein wichtiger Baustein der zukünftigen Wärmeversorgung ist das bereits bestehende Wärmenetz. Mit einer Trassenlänge von rund 5,5 Kilometern, etwa 100 angeschlossenen Objekten und zwei Energiezentralen setzt Penzberg schon heute auf eine moderne Energieversorgung. Die Wärmeerzeugung erfolgt durch eine Kombination aus industrieller Abwärme, Biomasse, einer Großwärmepumpe sowie Erdgaskesseln für Spitzen- und Reservelasten. Ergänzt wird das System durch Strom aus Photovoltaikanlagen auf Dach- und Freiflächen.
Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung wird außerdem untersucht, welche Rolle die Loisach künftig für die Wärmeversorgung spielen kann. Die Nutzung von Flusswasserwärme bietet das Potenzial, als erneuerbare Grundlastquelle einen wichtigen Beitrag zur weiteren Dekarbonisierung der Wärmenetze zu leisten.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Stadt Penzberg und darauf, gemeinsam ein tragfähiges Konzept für die Wärmewende vor Ort zu entwickeln.














