Ladeinfrastruktur – Parkplatz im Außenbereich mit 15 Stellplätzen
Elektromobilität
Im Auftrag einer Münchner GdWE wurde eine skalierbare Ladeinfrastruktur für ein Mehrfamilienhaus mit insgesamt 15 Stellplätzen geplant und umgesetzt.
Die Ausgangssituation war technisch anspruchsvoll: Unterschiedliche Stellplatztypen – Carports, freistehende Außenstellplätze und Garagen – sollten in ein gemeinsames, erweiterbares System integriert werden. Gleichzeitig waren lange Leitungswege und umfangreiche Tiefbaumaßnahmen erforderlich.
Ziel war eine wirtschaftlich tragfähige Lösung, die bereits heute drei aktive Ladepunkte versorgt und perspektivisch auf bis zu 15 Ladepunkte erweitert werden kann, ohne kostenintensive Nachdimensionierungen.
Zentrale Herausforderungen
- Integration unterschiedlicher Stellplatztypen in ein einheitliches Gesamtsystem
- Komplexe Leitungsführung mit rund 75 m Tiefbau vom Netzanschlusspunkt bis zum Ladehub
- Wirtschaftliche Optimierung trotz geringer Skaleneffekte
- Individuelle Befestigungs- und Montagesysteme für Carports und Außenstellplätze
Technische Umsetzung
- 63 A Zähleranschlusssäule für die Elektromobilität
- Statisch-dynamisches Lastmanagement mit externem Controller
- Kombination aus Flachleitungssystem (Wieland) und Einzelverkabelung
- Drei betriebsbereite Wallboxen (KEBA)
- Vorgerüstete Infrastruktur für den Endausbau auf 15 Ladepunkte
Ein wesentlicher Planungsansatz war die realitätsnahe Dimensionierung des Netzanschlusses. Dabei war nicht die theoretische Maximalleistung aller Ladepunkte entscheidend, sondern das tatsächliche Nutzerverhalten und der Gleichzeitigkeitsfaktor.
Durch intelligentes Lastmanagement wird die verfügbare Anschlussleistung bedarfsgerecht verteilt. So kann die Anlage wirtschaftlich betrieben werden, ohne unnötige Netzanschlusskosten zu verursachen.
Wirtschaftlichkeit
- 40 % Förderung durch die Landeshauptstadt München
- Gesamtkosten (TCO) je Stellplatz inkl. Ladepunkt: 3.200–3.400 € (nach Förderung)
Das Projekt zeigt, dass die Wirtschaftlichkeit einer Ladeinfrastruktur maßgeblich durch Planungstiefe, Netzanschlussstrategie und Tiefbauoptimierung bestimmt wird, insbesondere bei kleineren Anlagen mit begrenzter Anschlussleistung.
Ergebnis
Es entstand eine technisch saubere, skalierbare Ladeinfrastruktur, die den aktuellen Bedarf abdeckt und zukünftige Erweiterungen ermöglicht.
Die Anlage ist wirtschaftlich tragfähig, normkonform umgesetzt und langfristig auf die Mobilitätsanforderungen der Wohnungswirtschaft ausgelegt.



